Süßer Hefeteig

Hefeteig für Zöpfe, Knoten, Neujahrsbrezeln

Was ich ja zu Silvester sehr vermisse (wenn ich nicht gerade zufällig in der Heimat weile), sind Neujahrsbrezeln. Schlichter Hefeteig zu einer Brezel geschlungen. Das ist zwar nicht weiter spektakulär, gehört für mich aber zum Jahreswechselritual unbedingt dazu. Und lässt sich wunderbar in den Neujahrskaffee tunken – wie mein Großvater schon engagiert zu tun pflegte.

Dazu knetet man sich am besten einen mittelschweren Hefeteig zusammen. Es gibt leichte, mittelschwere und schwere Hefeteige, je nach Fettgehalt werden sie in diese Kategorien eingeteilt. Die Faustregel geht so: Je mehr Fett, desto länger haltbar, desto schwerer. Aus mittelschweren Hefeteigen, sagen wir mit bis zu ca. 20% Fett auf die Mehlmenge bezogen, bereitet man fast alle Blechkuchen zu oder auch Berliner Pfannkuchen oder Zöpfe. Schwere Hefeteige hatten wir kurz vor Weihnachten zur Genüge, daraus werden hauptsächlich Stollen hergestellt.

Also zurück zum mittelschweren Hefeteig, man nehme:

  • 1000g Weizenmehl
  • 150g Zucker
  • 200g Butter
  • 450g Vollmilch
  • 80g Backhefe
  • 10g Kochsalz

Das alles knetet man nur kurz zusammen, kann zusätzlich noch Vanille oder Zitrone dazugeben oder ein Ei. Pro Ei verringert man dann aber den Milchanteil um 30g. Man kann die Hefe auch vor dem Kneten in der Milch auflösen, muss man aber nicht. Wenn alles schön zusammengeknetet ist, lässt man ihn ca. eine halbe Stunde lang ruhen.

Darauf lässt sich nun prima ein Zopf herstellen oder Knoten (die Anleitung siehe unter Hoher ViererKnöpfe und Knoten oder Fünf fix flechten) oder eben eine Brezel schlingen. Und wie die aussehen sollen, wisst ihr ja. Hier noch mal zur Veranschaulichung ein etwas älteres Beispiel:

Schon früh war ich der Neujahrsbrezel sehr verbunden. Diese von 1982 war wohl eine Spur zu lang im Ofen...

Das Kunstwerk wird noch mal etwas in Ruhe gelassen, 15-30 Minuten beispielsweise und vor dem Backen mit Ei bestrichen. Eventuell etwas Hagelzucker oder gehobelte Mandeln obendrauf und ab damit in den 190-200°C warmen Ofen. Je nachdem wie dick der Zopf, der Knoten oder die Brezel ist, lässt man das Ergebnis ungefähr 20 – 35 Minuten backen. Immer mal wieder nachsehen, was das Gebäck so macht, empfiehlt sich sehr. Sonst wird’s so dunkel wie auf dem Foto.

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