Torten-Doku


Auf dem Weg zur Gesellenprüfung Bäcker/in wird als eines der letzten Fächer in der Berufsschule das Fach „Herstellen von Torten und Desserts“ vermittelt.

Zum Glück genügten die Grundkenntnisse in Sachen Torte, ich hab ja schon mehrfach erwähnt, dass Torte nicht unbedingt meins ist. Im Umgang mit zum Beispiel Hefeteig war ich schon immer besser als mit Biskuit und Butterkrem.

Für dieses Fach gab es einen Arbeitsauftrag: In einer Art Hausarbeit sollte die Herstellung einer Torte theoretisch beschrieben werden. Ausgangspunkt war für alle ein Fest mit 86 Personen, man benötigte also mindestens 86 Tortenstücke.

Für welche Torte ich mich da entschieden habe, liegt ja wohl auf der Hand: Schwarzwälder Kirschtorte. Es ist schon echt praktisch, eine kulinarisch so reichhaltige Gegend wie den Schwarzwald zur Heimat zu haben, was ich ja später auch für meine Gesellenprüfung nutzen konnte.

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Für die Hausarbeit war also jeder Arbeitsschritt schriftlich festzuhalten: Von der Berechnung der benötigten Torten, der Aufstellung der Zutaten und deren Menge bis hin zur Beschreibung des Tortenaufbaus und der genauen Herstellung.

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Zu guter Letzt sollte natürlich auch berechnet werden, was denn der Spaß kostet.

Als Allererstes habe ich selbstverständlich damit angegeben, dass ich nur das von meinem Opa Paul destillierte Kirschwasser verwendete. Logo.

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Klar, auch für diese Tortenherstellung gibt es Vorschriften, so steht in den „Leitsätzen für Feine Backwaren“: „Der zugesetzte Anteil an Kirschwasser ist geschmacklich deutlich wahrnehmbar.“ Für mich die leichteste Übung, jedenfalls hat meine Torte deutlich nach dem zugesetzten Anteil geschmeckt. Sehr deutlich.

Neulich war ich in meiner Heimat und habe dort mit meiner Familie auch Schwarzwälder Kirschtorte gegessen. Optisch eine glatte Eins, aber wir haben vermutet, sie hat höchstens mal irgendwann neben einer Flasche Kirschwasser gestanden. Da war jedenfalls kaum was vom „zugesetzten Anteil“ zu schmecken.

Egal, wir hatten trotzdem Spaß und haben ordentlich den 101. Geburtstag meiner Oma gefeiert. In diesem Sinne: Ein dreifaches Hoch auf sie!

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Selfie mit über 200.

Oder wie Wilhelm Busch sagen würde: „Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Doch wer zufrieden ist und vergnügt, sieht zu, dass er auch welchen kriegt.“

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Ein Kommentar

  1. Rosemarie

    Lange nichts kommentiert…..aber zu der Oma muss ich dir , liebe Sandra doch noch gratulieren! Ich hoffe, es geht ihr weiterhin gut, und sie kann das Leben genießen und noch viel von ihren Enkel/innen hören!….Meine Kusine aus Friesenheim war gerade ein paar Tage in Berlin und hat etwas Schwarzwaldluft mitgebracht! – – Bis bald wieder, lb Grüße, R*

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