„Brot“


Mitte September, ich war gerade ganz und gar in den Vorbereitungen zur zweiten Klausur des Meisterkurses begriffen, da kam per E-Mail eine besondere Anfrage. Das Magazin „Brot“, das seit Kurzem zweimal jährlich erscheint, möchte gerne mehrere Seiten über Blogger und Bloggerinnen schreiben, die sich dem Titelthema ausführlich widmen. Man würde sich freuen, wenn ich da dabei wäre.

Magazin Brot

Klar, bin ich dabei. Auch wenn das gerade so überhaupt nicht passt, mir mitten in der Lernphase schlaue Antworten auf die Fragen zu überlegen, die mir da gestellt werden. Egal, da wird mitgemacht.

Die meisten Fragen drehten sich um den Blog an sich, warum ich ihn schreibe, wie viele Menschen das lesen, mein schönstes Blogerlebnis. Das ist in der Tat so nett, dass ich das gerne noch mal erzähle:

Im Mai 2013 musste meine Lehre eine mehrwöchige Zwangspause aushalten: Durch die ungewohnte Anstrengung mit meinen Händen wurde es ein paar Nerven zu eng im Handgelenk – ich litt unter dem Karpal-Tunnel-Syndrom, das musste operiert werden. Davon berichtete ich natürlich auch hier im Artikel „Außer Betrieb“. In dieser Zeit begegnete ich einem Bekannten, jahrelang nicht gesehen und nicht gehört. Er begrüßte mich mit den Worten: „Schön dich zu sehen! Aber Mensch, wie geht es deiner Hand?“ Ich wusste noch nicht einmal, dass er meinen Blog überhaupt verfolgt. Geschweige denn weiß, dass ich eine Bäckerlehre angefangen habe. Bloglesende wissen eben Bescheid.

Eine der interessantesten Fragen, die mir für den Artikel im Magazin gestellt worden sind, fand ich allerdings: „Warum sollen die Leute ihr Brot selber backen, wenn sie doch einfach zum Bäcker gehen könnten?“

Äh, nee, sollen sie nicht. Sie sollen zur Handwerksbäckerei gehen, so lange man noch eine in der Nähe hat. Die Menschen dort haben das gelernt, die können das und wollen davon auch leben können. Umformuliert wurde diese Antwort in der Tat auch so abgedruckt.

Die Frage zielte eher auf die ebenfalls vorgestellten Blogs ab. Meine Blog-Kollegen und die Blog-Kollegin veröffentlichen in der Regel und Hauptsache Rezepte, darum geht es bei mir ja nicht. Das dürfte aber eine Erklärung der Klickzahlen sein: Bei mir waren es damals noch 1.000 Besucher im Monat. Niedlich. Beim Kollegen Lutz Geißler, ploetzblog.de, sind es hingegen bis zu 60.000 Menschen, die den Blog pro Monat besuchen. Der brotdoc.com Björn Hollensteiner hat bis zu 20.000 Besucher, der Blog www.hefe-und-mehr.de von Stefanie Herberth wird von ca. 15.000 monatlich angeklickt. Gerhard Kellner bloggt unter www.ketex.de und wird von bis zu 50.000 Besuchern gelesen.

Hach, seufz. Das ein oder andere Rezept nehme ich sicher noch auf. Ansonsten werde ich aber die Themen für den Blog so wählen, wie bisher. Das mit den Rezepten übernehmen ja auch die genannten anderen in umfassender Zahl und großartiger Qualität. Ich empfehle den Besuch der jeweiligen Seiten.

Oder wie ein italienisches Sprichwort sagen würde: „Die Engländer schreiben tiefgründig, die Franzosen elegant, die Italiener göttlich und die Deutschen viel.“

2014-12-07 12.40.03

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. edith riehle

    Sandra, herzlicehn Glückwunsch und für die ZUkunft nur das Beste, das Gelernte zu Geld machen Liebe Grüße Edith Riehle – Lahr

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  2. ingrid

    liebe sandra, auch 1000 bloglesende sind schon was! inzwischen sind es bestimmt viel mehr. und ich bin froh, dazu zu gehören.
    :-)) gute zeit liebe grüße ingrid

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  3. Rosemarie*

    Liebe Bäckermeisterin –
    du hast ohne Zweifel viele Leser sensibilisiert für dieses besondere Handwerk! Es tut darüberhinaus so gut, so nah an (d)einem Werdegang teilhaben zu können – das macht neugierig und ist spannend! Und du hast das über den ganzen Stress durchgehalten! Einfach toll…da kann man sich wie vom Brot eine (mehrere) Scheibe(n) abschneiden! Mach’s gut für alles, was jetzt dran ist! R*

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