Juwelen in Brotteig


Nächste Woche wird’s ernst: Ich hab meine praktische Gesellenprüfung am Donnerstag und am Freitag. Au ha. Hauptsächlich „au ha“, weil die Zeit da ja immer ganz fürchterlich rennt und es muss halt alles entsprechend fertig werden.

Sehr wichtig ist auch, dass die Deko stimmt. Dafür hab ich selbstverständlich schon gesorgt, Deko kann ich: Präsentationsthema ist „Heimat“. Da die bei mir im Schwarzwald zu finden ist, gibt es da jede Menge Möglichkeiten.

Um eine ordentliche Brot-Deko geht es auch heute. Ich habe mit dem Betreffenden telefoniert und mir die Genehmigung eingeholt, das hier auch verwenden zu dürfen. In Anbetracht der Arbeitsflut und der anstehenden Prüfung wollte ich ein Thema haben, das nicht so rechercheintensiv daher kommt.

Et voilà:

Vor sieben Jahren buk ein Künstler das teuerste Brot der Welt. Er knetete den Teig um 40 Diamanten herum, die hatten einen Gesamtwert von 50.000 EUR.

Einbacken Juwelen in Brotteig

Was märchenhaft klingt, hat sich wirklich so zugetragen. Wir befinden uns im Jahr 2007, mit der Aktion „Das teuerste Brot der Welt“ soll auf den Hunger in der Welt und insbesondere auf die Welthungerhilfe aufmerksam gemacht werden.

van Horn Brotteig

Jetzt lagen die Diamanten natürlich nicht einfach so in der Backstube herum, sondern wurden für die Aktion zur Verfügung gestellt von einem Nürnberger Juwelier. Natürlich nur ausgeliehen und nicht zum Verzehr gedacht.

Das Brot wurde noch mit einer Brotmarke versehen (in meiner ersten Lehrlingsstation habe ich ja Tausende davon „geklebt“) und so sah es fertig gebacken aus:

teuerstes Brot der Welt

Damit sich das keiner unter dem Arm klemmt oder gut getarnt in eine Bäckertüte steckt und abhaut, kam es hinter Glas. Fest verschlossen wie Bäckereitüren während des Nachtbackverbots:

Brot im Tresor

Der Gag dabei war ja natürlich nicht die Spendenbox, die daneben aufgestellt war. Das ruft jetzt eher nicht unweigerlich zum Spenden auf.

Spendenbox Diamantbrot

Nein, der Clou war ein Kunstdruck von einer Röntgen-Aufnahme des Brotes. Nur so sieht man ja auch schön die Juwelen im Brotteig:

Röntgenbild Brot

Der Erlös aus dem Verkauf des handsignierten Kunstdrucks ging an die Welthungerhilfe. So kann ich ja auch mal meinen zukünftigen neuen Beruf mit dem alten Fundraiser-Dasein verbinden. Schöne Idee eigentlich.

Oder wie Marilyn Monroe sagen würde: „Diamonds are a girl’s best friend.“

 

PS: Vielen Dank an Thor van Horn für die Blog-Erlaubnis!

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3 Kommentare

  1. Interessante Geschichte! Ich drücke die Daumen für die Prüfung! LG Ulrike

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  2. ingrid lüderitz

    ich wünsche dir, dass du bei der praktischen prüfung genauso punkten kannst wie bei der theoretischen – obwohl die ergebnisse noch gar nicht parat sind :-)) aber die können gar nicht anders sein als gut! viel erfolg und liebe grüße ingrid ps: hochinteressant das mit dem diamantenbrot.

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  3. Stephan H. Braun

    alles gute zur Prüfung ! dann Juwelen im Brotteig … Verschwendung, das Brot sollte das Juwel sein, der Ausbund, die Farbe,die Kruste, der Geschmack, die passende Form, der richtige Schnitt, dann die Kreativität …. ist ein weiteres Juwel…..nur nicht die Zeit vergessen ! und das so viel andere auch noch den Gleichen Gärraum benutzen, es könnt ein bisschen länger dauern mit der Gare. Viel Spaß , Daumen Hoch und dran geht’s..

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