Hex hex!


Vor über 2350 Jahren hatten sich die Ägypter zum ersten Mal gedacht, Kuchen mit Honig und anderen Spezereien zu würzen und zack! war der Lebkuchen in der Welt. Wobei man jetzt nicht so genau weiß, warum das im Deutschen so heißt. Dafür gibt es den Nachnamen Lebküchner, den diese Spezialbäcker ihren Nachkommen mitgaben, noch vereinzelt in der Gegend um Würzburg oder Nürnberg, bis heute das Mekka für diese Backwaren.

Honig ist nach wie vor eine wichtige Zutat zu diesem Teig. Früher musste der Lebkuchenbäcker seinen Honig selbst aus den Waben schleudern, Rohstoffzulieferer waren noch nicht erfunden. Dabei produzierte der Bäcker so nebenbei einen Haufen Wachs, wohin nur damit? Ebenfalls verkaufen! Als Kerze, die der Bäcker daraus zog. Die Technik wurde immer ausgefeilter, es kamen Wachsbilder und Wachsfiguren hinzu, die Bäcker schnitzten eigene Model, in die sie das Wachs gossen und formten. Daher leitet sich auch die Berufsbezeichnung „Lebzelter und Wachszieher“ ab. Der Wachszieher ist bis heute ein anerkannter Ausbildungsberuf, die Ausbildungszeit beträgt ebenfalls drei Jahre.

In der Innung kam der Honig für unseren Lebkuchenteig aus dem großen Eimer. Das klingt zwar romantikabtötend, aber ich bin über den Zustand ganz glücklich, nicht mehr mit Bienen um deren Produkt kämpfen zu müssen.

Seit dem Artikel „Grundsorte“ bin ich ja noch die Auflösung schuldig, was wir mit dem bunten Zuckerzeug angestellt haben. Und die kommt hier:

Lebkuchenteig lässt sich prima ausrollen, formen und ausstechen…

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…mal sehen, wie sich das zusammen bauen lässt:

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Mist, schon wieder zusammen gefallen!

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Egal, wir machen das schon. Es kommt ja auf die Vorbereitung an:

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Wir schnappen uns also die fertig gebackenen Teile und schneiden erstmal die Kanten gerade:

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Der Kleber aus Eiweiß und Zucker hält bombig die Teile zusammen:

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Fertig zusammen geklebt? Dann kommt der bunte Zuckerkram ins Spiel und es wird dekoriert, was das Zeug hält:

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Und jetzt können wir zu Recht stolz auf unser Werk sein – so viel lustigen Kram macht man ja selten in der Backstube:

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Jetzt noch flugs das Häuschen für den Transport einpacken – wobei der Kleber so sicher hält, dass da bestimmt nichts abbricht…

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Oder wie Frank Schaefer sagen würde: „Fußball ist wie eine Frikadelle. Man weiß nie, was drin ist.“

*** Frohe Feiertage! ***

Damit verabschiedet sich der Bäckerblog in die Weihnachtspause und meldet sich im Januar wieder.

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