Turbulenzen


Jetzt reicht’s aber für heute. Für die ganze Woche eigentlich. Puh. Turbulenter muss es wirklich nicht werden.

Ich hatte in dieser Woche zweimal Nachmittagsunterricht in der Innung, einmal regulär wie an jedem Mittwoch und freiwillig am Donnerstag. Ein Vorbereitungskurs auf meine anstehende praktische Zwischenprüfung am kommenden Donnerstag. Das heißt: unterbrochener Schlaf zweimal in dieser Woche, denn an solchen Tagen schlafe ich einmal kurz nach der Arbeit und dann nach dem Kurs. Zur Innung brauche ich ziemlich lange, fast eine Stunde hin und zurück, da fehlen gleich mal ein paar Stunden Schlafmöglichkeit. Essen und eventuell dafür einkaufen sollte ja auch noch drin sein.

Ich habe übrigens den Eindruck, dass es egal ist, von wo aus in der Stadt man startet, man braucht immer ewig zur Innung. Vielleicht ist das so was wie ein Motivationstest, sich auf den langen weiten Weg zu machen.

Vergangene Woche hatte ich einen Tag frei, dafür wurde ich für diesen Sonntag eingeplant. Heimspiel von Eisern Union in der Alten Försterei, für die Bäckerei bedeutet das den Anwurf der Schrippenproduktion. Natürlich alles von Hand, da haben alle Hände dabei zu sein, die verfügbar sind.

Tja. Ein sehr ungünstiges Zusammentreffen von zwei Terminen. Denn ich hatte noch einen zur fast gleichen Zeit.

Seit vielen Jahren lege ich als DJane Musik auf. Auf Hochzeiten, Geburtstagen, in Clubs. Abgesehen davon, dass mir das sehr großen Spaß macht, ist es auch eine feine Einnahmequelle. Gerade als Azubi. Und seit geraumer Zeit werde ich regelmäßig von einer Berliner Privatuni gebucht. So auch an diesem Samstag Abend. Und dann kam die Ansage aus der Backstube für den Heimspiel-Dienst Sonntag Nacht. Tja. Dilemma, was nun?

Aber das Glück war sehr auf meiner Seite: Die Privatuni legte Wert auf das definitive Ende der Veranstaltung um 2h. Um 2h sollte ich auch in der Backstube anfangen. Wie gut, dass es die Zeitumstellung gibt! Selten habe ich die so begrüßt wie dieses Mal.

Ich habe also um Punkt 2h das letzte Lied laufen lassen, fix zusammen gepackt, mir ein Taxi geschnappt und bin in Windeseile in die Bäckerei gefahren. Punkt 2h stand ich umgezogen am Kneter und habe den ersten Teig rausgeholt.

Zu Hause angekommen nach der Schicht habe ich jetzt in meiner aufgekratzten Stimmung, diese Woche gewuppt zu haben, mal schnell noch den Blogartikel geschrieben. Das Schlafdefizit ist ja jetzt sowieso schon da. Aber die Uhren des Haushalts stell ich doch erst nach einer Ruhepause um, man muss es ja nicht übertreiben.

Oder wie Lukas Podolski sagen würde: „Doppelpass alleine? Vergiss es!“

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Das ist übrigens eines der Fotos, die von meiner Haus- und Hoffotografin Birte gemacht wurden. Falls jemand zufällig gerade eine DJane sucht… 🙂

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2 Kommentare

  1. ingrid l.

    wow, das glück, diese turbulente woche überstanden zu haben, kann ich dir nachfühlen! aber es ist sicher auch ein höchst befriedigendes feeling, alle termine geschafft zu haben. und hoffentlich hat eisern union mit hilfe eurer feinen „schrippen-weckle“ gewonnen! 🙂
    grüßli ingrid

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  2. Rosemarie

    …..was ich da etwas verspätet lese, ist ja unglaublich! Wie kannst du ohne Pause Scheiben und dann Brötchen auflegen??? Irgendwann, wenn der ganze Stress vorbei ist (vor allem mit dem wenig Schlafen), dann wünsche ich dir zwei Wochen Strand!!!
    Mach’s gut und halte durch! Rosemarie*

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