Prokrastination


Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Ich glaube, die wollen sich einfach nicht ändern.

In meiner Studienzeit sagten wir noch Übersprunghandlung dazu: Das Referat sollte ganz dringend vorbereitet werden, ein Verlaufsprotokoll wartete auf die  Vervollständigung, die Hausarbeit harrte der intensiven Recherche. Statt all dieser Aufgaben widmete ich mich lieber anderer Hausarbeit. Selten war die WG-Küche so sauber wie zu Zeiten der Magisterarbeit. Jetzt nennt man das übrigens Prokrastination, erwähnte just in dieser Woche auch Nachbarin B. aus dem 3. Stock.

Das Phänomen begleitet mich bis heute. Morgen schreibe ich aller Voraussicht nach zwei Klassenarbeiten. Eine regulär, die zweite werde ich nachschreiben müssen. An händisches Schreiben war ja nicht zu denken vor zwei Wochen.

Tja nun, was soll ich sagen. Mein Kleiderschrank hatte es echt nötig, aufgeräumt zu werden, der Backofen war knapp vor rußig,  die Theaterkarten musste ich halt im Wedding abholen, aber den Blog schreibe ich immerhin erst jetzt. Und weil er heute kürzer ausfällt, gibt es einen extralangen Fußballsatz. Mit Vorbereiten für morgen bin ich natürlich noch nicht fertig.

Aber ich gehe jetzt auch schnell wieder zu meinem Lehrbuch zurück, ich hab nach meinem krankheitsbedingten Ausfall doch was nachzuholen und will wieder ins Thema Sauerteig zurück finden.

Diesen Artikel schreibe ich übrigens wieder mit beiden Händen, man kann die Narbe an der rechten Hand zwar noch gut erkennen und ein paar Hand- bzw. Daumenbewegungen sind noch unangenehm. Aber es reicht jetzt, ich will wieder loslegen. Ab nächste Woche bin ich wieder in der Backstube.

Oder wie Erich Ribbeck sagen würde: “Konzepte sind Kokolores. Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.”

Bernd will hier weg.

PS: Und wer noch schnell gratulieren möchte: meine älteste Blogleserin ist vor Kurzem 99 Jahre alt geworden!

Oma ist jetzt 99
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Ein Kommentar

  1. Rosemarie Laser

    Hallo, meine liebe Bäckerin!
    Ich habe ja erst gedacht du hättest nur das „a“ mit dem „u“ verwechselt, das Wort habe ich in Bäckersprache als „Prokrustination“ gelesen und meinte nun etwas über die Krustenbildung beim Brotbacken zu lesen!!! Ha, ha, dabei hast du mich an sensibler Stelle erwischt und mich auf meinen Stapel auf dem Schreitisch angetippt….
    Ich freue mich, dass du nun bald wieder deinen Alltag aufnehmen kannst und hoffentlich alles gut zu Ende heilt! Viel Erfolg bei den Klassenarbeiten…..mach’s gut, und ich schick deiner ältesten Blogleserin die herzlichsten Grüße in den Schwarzwald!! Bis bald, R*

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