Karwoche


Hui, schon Montag und erst jetzt ein neuer Artikel. Aber es hat sich ja noch keiner beschwert, vermutlich alle schön im Osterurlaub?

Ich hatte vergangene Woche selbst ein paar Tage frei, meinen Resturlaub (drei von satten vier Tagen) habe ich in meiner alten Wirkungsstätte Lübeck verbracht.*

Mein erstes mehrtägiges „Frei“ seit Beginn meiner Lehre, schon schön. Und ich kann es noch, ein Leben ganz ohne Backstube oder Teig an den Händen und vor allem mit Ausschlafen! Ich muss sagen, ich habe diese kurze körperliche Erholung auch wirklich nötig gehabt.

In Lübeck habe ich unerhört viele Menschen getroffen, die ich schon viel zu lange weder gesehen noch gesprochen habe, unter anderem auf der Geburtstagsfeier einer guten Freundin. Dank Blog waren einige ja dennoch sehr gut informiert. Oder an einem anderen Abend wurde ich im Theater von jemandem, die überhaupt nicht mit mir gerechnet hatte, mit den Worten „Mensch, Frau Bäckerblog!!“ begrüßt. Das passiert mir immer wieder mal, dass ich auf den Blog angesprochen werde von Lesern, mit denen ich wiederum nicht gerechnet hätte. Schon irre, wie das manchmal läuft.

Ganz nebenbei: Es heißt übrigens auch „das Blog“. Aber laut Duden ist es ja auch „der Python“, was mir ähnlich schwer über die Lippen kommt.

Egal, jedenfalls kostet der Blog natürlich auch viel Zeit, die als Lehrling ohnehin knapp bemessen ist: Es gibt ja z.B. noch das gute Berichtsheft zu führen und sich für die Schule vorzubereiten. Oder manchmal eben Überstunden, Feierabend ist erst dann, wenn alles fertig ist.

Jedenfalls sitze ich schon mal an die vier Stunden an einem Artikel. Aber mir ist dadurch nicht nur die ganze bisherige Lehrzeit sehr präsent, weil ich mich viel damit beschäftige oder manche Schulthemen wiederhole, sondern ich habe einen prima Ausgleich zur körperlichen Arbeit. Und mittlerweile bekomme ich auch Rückmeldungen samt Erklärungen von einem Bäckermeister der Akademie in Berlin. Der dem Blog auch schon so etwas wie ein Meistersiegel verpasst hat, jawoll.

A propos Akademie: Nächste Woche bin ich in Weinheim bei der „Akademie Deutsches Bäckerhandwerk„. Drei Tage lang werde ich am „Elite-Seminar für motivierte Lehrlinge in der Bäckerei“ dabei sein und lernen, was das Zeug hält! Der Lehrling als solcher ist da untergebracht im Gästehaus, pro Doppelzimmer „Belegung mit 2 Lehrlingen“. Als ich für die Buchung angerufen habe, wollte mich die gute Frau aufgrund meines Geburtsdatums sofort in ein Einzelzimmer schieben. Soweit kommt es noch.

Oder wie Heribert Faßbender sagen würde: „Es steht im Augenblick 1:1. Aber es hätte auch umgekehrt lauten können.“

PS: Schon die Fragen unter „Tempus fugit“ beantwortet? Nur noch ein paar Tage bis zum Rezept…

Ob wir in Weinheim das Lübecker Holstentor nachbacken, wage ich zu bezweifeln. Zumal Lebkuchenteig nicht auf dem Lehrplan steht.

*Liebe Blogleser aus Lübeck, die ich dieses Mal nicht getroffen habe: Wir sehen uns beim nächsten Mal! Das kann man jetzt als Versprechen oder Drohung werten, ganz wie es beliebt…

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Ein Kommentar

  1. Elite-Seminar, das klingt nach den besten der besten 😉 Ob es so etwas auch für unmotivierte Lehrlinge gibt?

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