A baker’s saturday night


Vor vielen Jahren habe ich zum ersten Mal den Satz „a busman’s holiday“ gehört: Wenn jemand seine Freizeit mit beruflichen Dingen gestaltet. So wie der Busfahrer, der in seinem Urlaub schön ausgedehnte Bustouren unternimmt.  Mich hat ein Arbeitskollege des Filmfestivals, für das ich damals gearbeitet habe, mit dem Satz angekichert, als ich mir einen Film für den Abend mitgenommen habe.

Tja, was machen wohl Bäcker in ihrer Freizeit… am Samstag Abend habe ich es erlebt, bei meiner ersten Bäcker-Fete. In einer Bäckerei mit Holzbackofen trafen sich Meister, Gesellen, Dozenten von der Bäcker-Akademie, ein Wandergeselle und eine Azubi zum – gemeinsamen Pizzabacken:

Damit der Ofen auch ordentliche Temperaturen erreicht, werden erstmal reichlich Scheite zum Brennen gebracht…

Die Glut wird dann erst schön verteilt, um den Boden des Backofens gleichmäßig zu erhitzen. Anschließend wird sie entfernt und der Ofenboden gewischt. Dass sich das Gerät dazu Bäckerfahne nennt, hab ich aber auch erstmal nachgelesen.

Ein Pizzateig, wie er auch bei mir im Lehrbuch zu finden ist, besteht übrigens aus 1000g Weizenmehl, 500ml Wasser, 30g Hefe, 15g Salz, 80g Olivenöl. Mindestens 40 Minuten sollte man ihn ruhen lassen und wie ich gestern gelernt habe, gerne auch länger. Denn „junger“ Teig wirft beim Backen Blasen, die ungleichmäßig bräunen. Ich mag das ja, deshalb werde ich wohl auf die längere Ruhezeit künftig eher verzichten. So dünn es geht, wird der Teig ausgerollt (für eine runde Pizza ca. 300g), und dann noch mal eine Weile liegen gelassen. Vor dem Belegen wenden, damit die „borkige“ Seite nach unten kommt.

Und dann geht’s los:

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Und ab in den mittlerweile 300-350°C heißen Ofen:

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Das Großartige an einem Holzofen ist nicht nur der wunderbare Geschmack, sondern das sensationelle Tempo: Eben noch belegt worden, ist die Pizza nach nur zwei bis drei Minuten fertig und bereit für den Verzehr! Wäre es nicht so ein irrer Aufwand (und für den Hausgebrauch leider absoluter Unfug), würde ich sofort dafür ans Sparen gehen. Immerhin konnte ich schon mal üben, mit dem Schieber umzugehen:

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So, jetzt hab ich Hunger. Und muss gleich noch den Kuchen aus dem Ofen holen, den ich heute gebacken habe.

Oder wie Bastian Schweinsteiger sagen würde: „Fußball ist: Rein das Ding, fertig und ab nach Hause.“

Danke für die Spitzenidee mit der Fete und das Organisieren von det Janze, Toby und Mattis!

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3 Kommentare

  1. Michael

    Jaaaaa ich war auch dabei und ich muss wirklich sagen das war ein super Abend
    Hat echt viel Spaß gemacht und wir werden das von der ADB auf jeden fall wiederholen.
    Auf dem nach Hause weg habe ich mir so gedacht Flammkuchen ist doch bestimmt auch eine tolle alternative.
    Und ein richtig lecker Grieß Dessert zum Nachtisch :O)

    Viele Grüße der eine von Bäcker-Akademie

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    • Na logo Flammkuchen! Und da passt zum Nachtisch der flambierte Apfelkuchen, als Badnerin weiß ich ja, worums geht 🙂 Wir hatten das ehrlich gesagt auch überlegt, aber wir brauchen ja auch Highlights für das nächste Mal.

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  2. Rosemarie

    Hallo liebe Pizzabäckerin! Du machst dich echt gut vor dem tollen Ofen! So ’ne Pizza würde ich jetzt gern vertilgen… danke für den Grundteig, werde das bei passender Gelegenheit probieren. Viel Erfolg bei den kleinen und größeren Brötchen, die jetzt wieder dran sind!
    R*

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