Deko-Offensive


So ein Ofen ist schön warm, wenn draußen Minusgrade die Welt vor sich hin frieren lassen. Alle Kollegen, die durchgefroren zur Schicht herein kommen, bleiben da erstmal eine Minute stehen und pusten sich in die kalten Hände. So kann er übrigens aussehen, der Etagenofen:

Etagenofen

Am besten wärmt man sich davor, wenn sowieso gerade eine Ofenklappe aufstehen muss. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Brote, die sehr heiß geschoben werden, schon raus sind und der Ofen auf eine niedrigere Temperatur herunter kühlen muss, weil die Croissants als nächstes dran sind. Sonst verbrutzeln die ja.

An unserem kleinen Umluftofen zu Hause war auch viel los am Wochenende: Advent ohne Plätzchen ist wie Fußball ohne Abseits. Über 4,5 Kilo Mürbeteig verschwanden zu Plätzchen geformt im Ofen, hochgerechnet müssen das ca. 18 Bleche gewesen sein. Für jeden ein Blech also, denn es waren zeitweise 18 Personen bei uns in der Küche (!), Kinder und deren Eltern verzierten, was das Zeug hält. Und das hielt einiges! Der Kracher war auch mein neues Keksstempelset: Als hätte er es geahnt, was für ein Event ansteht, hat mein Bruder Peter mir das überraschungsmäßig zugeschickt. Es wurde fleißig gestempelt, auch wenn die meisten Namen nach der Deko-Offensive nicht mehr so ganz deutlich zu lesen waren. Übrigens: Die Kekse nicht bei Umluft backen, dann werden sie zu schnell braun und trocknen. Und zwei Minuten vor Backende das Blech einmal drehen (nicht wenden!!!), damit die vorderen Kekse auch schön Farbe annehmen können. Es gibt eine einfache Profibäckerregel für Mürbeteig, die da lautet 1-2-3. 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl. Auf ein Kilo Mehl macht sich auch ein Ei gut, da es den Teig geschmeidiger macht. Eine Prise Vanillezucker schadet auch nicht. Jetzt mache ich hier nicht lange rum, die Fotos sprechen unbedingt für sich:

Zum Abkühlen der überzuckerten Gemüter gab es neben Oliven und Pizza auch selbst gemachte Brezeln. Aber das ist ein anderes Thema und verdient einen eigenen Artikel. Kommt noch, keine Bange.

Vorher die Frage an euch Blogleser, damit ihr auch mal eure Meinung sagen könnt:

Oder wie Otto Rehhagel sagen würde: „Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen.“

Danke an 103prozent, unsere beiden Profi-Fotografen aus dem 3. Stock!

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5 Kommentare

  1. Rosemarie Laser

    Beim Lesen deines blogs mit den 1000 Plätzchen fing es bei mir in der Wohnung an danach zu riechen! Ich konnte dann nicht mehr unterscheiden, ob es eure Backorgie war oder mein Apfelbrot, das in meinem Ofen Farbe kriegte. Ich liebe Weihnachtsbäckerei, komme nur immer zu spät dazu…
    Danke für die Erinnerung an die alte Faustregel 1:2:3…..habe ich doch vor langer Zeit beim Kochen in der Schule gelernt. Ich kann nur sagen: mach weiter so!! Hab weiter so viel Spaß dabei, der bis zu uns durchkommt.

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  2. Was ist denn bitte ein Keksstempel? Oder ist das der Fachterminus für das Ausstechwerkzeug (gemeinhin auch Förmchen genannt)?

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  3. wilhelm

    …vielen dank für die interessanten einblicke in die welt des backens.freue mich schon auf die fortsetzungen…
    und hier noch einer für almuth: das geheimnis des fußballs ist ja der ball. o-ton uwe seeler

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  4. Michael

    Hallo Lieblingsbäckerin :O)
    Hier eine kleine Eselsbrücke für Mürbeteig
    1-2-3 Zum Feinen Mürbeteig
    braucht mann und natürlich auch Frau
    1 Teil Zucker Zum

    2 Teile Fett Feinen

    3 Teile Mehl Mürbeteig

    viele Grüße Michael der Bäck :O)

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