Herbstferien!


Meine ersten Schulferien sind da! Ja, von wegen: Natürlich arbeite ich stattdessen. Anders als früher finde ich es also schade, dass wir keine Schule haben. Und damit bin ich nicht alleine: Ich habe am ersten Tag eine Schülerin kennen gelernt, die in meiner Nähe wohnt und auch schon ein Studium hinter sich hat: Sie hat ihren Bachelor in Physik gemacht, will aber nicht Bundeskanzlerin werden, sondern Konditorin. Wir fahren nach der Schule meist gemeinsam nach Neukölln zurück und da haben wir festgestellt, dass wir beide die Schule echt entspannend finden.

Am ersten Tag nach den Ferien schreiben wir dann auch gleich unsere erste Klassenarbeit, Wirtschaft und Soziales, Thema: Steuerberechnung und Sozialversicherungen, das Ende der Weimarer Republik und Beginn 3. Reich. Endlich kann ich mein Trauma aus der mündlichen Abiturprüfung überwinden: Ich hatte einen kompletten Blackout beim Thema Weimarer Republik. Der Lehrer sieht auch aus wie mein früherer Geschichtslehrer, seine Tafelbilder auch.

Überhaupt ist die Tafelbeschriftung mitunter abenteuerlich. Wer da nicht am Ball bleibt, hat Pech. Da hinterher noch durchzusteigen ist eine echte Herausforderung. Das Bild zeigt die in Kreide gehaltene Dokumentation zum Thema: Berechnungen der Zutaten beim Hefeteig mit Vorteig. Kleiner Tipp: Nie beim Vorteig das Salz bereits hinzufügen, weil das die Gärtätigkeit der Hefe hemmt. Wär ja blöd beim Vorteig.

Die Flasche im Vordergrund stammt übrigens mit ziemlicher Sicherheit aus dem Netto um die Ecke, der wohl hauptsächlich von den Pausen-Einkäufen der Berufsschüler lebt. Da werden gerne die Würstchen in der Plastikverpackung gekauft und direkt im Klassenzimmer verzehrt. Mhmmm. Einer meiner Mitschüler verwendet sie auch schon mal zum Üben von Penspinning (den Link unbedingt ansehen!). Er macht das fast pausenlos während des Unterrichts (mit einem Stift, ohne Wurst), faszinierend, ich kann kaum woanders hinkucken. In einer Pause neulich hab ich ihn mal gefragt, was genau das ist, was er da tut. Und schwupps war ich mittendrin in einer Unterrichtseinheit. Er hat der alten Frau, also mir, sehr geduldig den ersten Schritt erklärt. Mal sehen, ob ich das hinbekomme bis zur Gesellenprüfung, noch sieht es nicht danach aus.

Oder wie Lothar Matthäus sagen würde: „Es ist wichtig, dass man neunzig Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt.“

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