Typen


In dieser Woche hatte ich an zwei Tagen Schule, für mich super, aber ich fürchte, außer mir findet’s keiner gut…

Und es fing gleich nett an: Statistik. Ja, ich dachte auch zuerst, jetzt gibt’s eine ganz heikle Rechnerei. Aber es ging lediglich darum, die Statistik der Schule „aufzupimpen“. Und da kamen so Fragen auf wie „wer hat welchen Schulabschluss“, „wer hat einen deutschen Pass“, „wer wohnt in Berlin, wer in Brandenburg“ usw. Der Lehrer selbst stöhnte am lautesten über die ganze Fragerei, nachdem er sich aus dem Sekretariat dann doch die richtigen Bögen geholt hatte. Die häufig wiederkehrende Frage nach Migrationshintergrund löste erstmal eine heftige Diskussion aus, ob das jetzt ein rassistisch motivierter Fragebogen sei. Das konnte zum Glück gleich geklärt werden.

Gekrönt wurde die Stunde, die es dauerte, von der Frage nach den Geburtsjahrgängen in der Klasse. Die meisten meldeten sich bei Jahrgang ’95. Klar. Das war das Jahr, in dem ich meine Hochschulreife erworben habe. Nur mal so nebenbei. Sogar mein Taschenrechner, den ich in der Schule benutze, ist also älter als die meisten Mitschüler. Ganz diplomatisch wurde zum Schluss dann nach allen, die Jahrgang ’88 und älter sind gefragt. Ich bin nur acht Jahre älter als der sonst Älteste und nicht die einzige mit Abitur. Irgendwie schön.

Und jetzt die Quizfrage: Was bedeuten eigentlich die Zahlen beim Mehl? Sprich Typ 405, Typ 1050 etc. Wer sich das auch schon immer gefragt hat, jetzt weiß ich die Antwort, das hab ich nämlich gelernt bei der Zusammensetzung von Weizenmehl. Nee, nicht googeln, die Antwort kommt ja schon:

Die Typenanzahl gibt an, wieviel Gramm Mineralstoffe annähernd in 100kg wasserfreiem Mehl enthalten sind. Und noch einige andere Dinge kann der Bäcker daran ablesen wie Getreidesorte, Ausmahlungsgrad, Helligkeit und Eignung des Mahlerzeugnisses.

Am zweiten Schultag ging es um die verschiedenen Formen von Hefe (Beutelhefe, Trockenhefe, Presshefe), wann die kleinen Pilzfreunde am besten rotieren und Teig gehen lassen (nämlich bei 37°C, man kann sie übrigens auch einfrieren bis -18°C, dann hält sie sich ca. 4 Wochen), wie sie hergestellt wird und warum es bei Frischhefe eine „muschelförmige Bruchstelle“ gibt:

Dazu gab es viele Berechnungen: Teigtemperatur, Teigausbeute, Anteile der Zutaten in Prozent am Mehlgewicht…

Wieder viel gelernt.

Oder wie Lothar Matthäus sagen würde: „Man darf jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“

Am ZDF-Strand auf Usedom (EM 2012)

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